3) Tipps & Infos rund ums Babysitten

Wer einen Babysitter beschäftigen möchte, oder als Babysitter arbeiten möchte, sollte in Deutschland ein paar grundlegende Dinge beachten.
Babysitten bedeutet rechtlich die Übernahme der Aufsichtspflicht. Grundsätzlich sind zwar die Eltern zur Aufsicht gegenüber ihren minderjährigen Kindern verpflichtet, sie können allerdings die Aufsichtspflicht vorübergehend auf andere Personen, z. B. einen Babysitter, übertragen.

Zu Beachten:
Minderjährige können rechtliche Verpflichtungen wie z. B. die Übernahme von Aufsichtspflicht nur dann wirksam eingehen, wenn sie hierfür entweder die (vorherige) Einwilligung oder die (nachträgliche) Zustimmung ihrer eigenen gesetzlichen Vertreter haben. Wird diese nicht erteilt, ist der Vertragsschluss zwischen Eltern und Babysitter unwirksam und - dies ist die bedeutsame Konsequenz - es wurde keine Aufsichtspflicht übertragen; der Babysitter kann also auch nicht für Schäden wegen der Verletzung der Aufsichtspflicht verantwortlich gemacht werden.


Ein guter Link zu diesem Thema:
https://jugendrecht.wordpress.com/2010/01/19/%E2%80%A6-gegen-mitternacht-sind-wir-wieder-zuruck-aufsichtspflicht-beim-babysitting/

Infos zu Minijobs gibts unter:
http://www.minijob-zentrale.de

Infos Kompakt für bestimmte Minijobber in der Kinderbetreuung:
https://blog.minijob-zentrale.de/2015/10/27/kinderbetreuung-liegt-ein-minijob-im-privathaushalt-vor/

Babysitter müssen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB VII) bei der gesetzlichen Unfallversicherung angemeldet werden, weil sie unter den Begriff der "Haushaltshilfe" fallen. Die Kosten der gesetzlichen Unfallversicherung trägt der Auftraggeber, der die Tätigkeit des Babysiters innerhalb einer Woche nach Beginn der Beschäftigung bei der zuständigen Unfallversicherung melden muss. Die Beiträge sind sehr gering; der Babysitter ist dann gegen Unfallschäden, die er während seiner Tätigkeit erleidet, versichert.  Informationen finden Sie unter diesem Link:
http://www.ukbw.de/versicherte-leistungen/versicherte/haushaltshilfen-minijobs/

Die private Haftpflichtversicherung des Babysitters bzw. dessen Eltern, wenn der Babysitter noch im gemeinsamen Haushalt lebt, sollte erweitert werden und speziell für "eine Betreuung im Auftrag" abgeschlossen werden. Zwar sind Kinder meist bei der Privathaftpflichtversicherung der Eltern mitversichert, aber nur für die in dieser Versicherung eingeschlossenen Risiken.

Haushaltsscheck-Rechner:
https://www.minijob-zentrale.de/DE/05_multifunktionsleiste/03_service/05_tools_rechner/01_HHS_Rechner/node.html